| Spannende Spielzüge bringen Sporthalle zum Kochen |
| Mittwoch, den 30. Mai 2007 um 14:41 Uhr | |
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Waldenburg - Es wird eng in der Horst-Maurer-Halle. Über 300 Zuschauer sind am Pfingstsonntag gekommen. Ein Volleyballspiel dieser Art gibt’s auch selten zu sehen: Aus den USA ist eine Damenmannschaft angereist, um gegen eine Auswahl der Sportschule anzutreten. „Ich habe die Mannschaft nach Deutschland gebracht“, berichtet Ulz Däuber und beobachtet das Training. Er ist seit 1999 Footballcoach an der University of Wisconsin, Platteville. „Aber ursprünglich komme ich aus Schwäbisch Hall“, erklärt er. „Ich war vorher Trainer bei den Haller Unicorns.“ Zehn Tage ist die 130-köpfige Gruppe aus den USA in Europa, besucht außer Deutschland auch die Schweiz und Frankreich. Dabei sind außer dem Football- und dem Damenvolleyballteam auch noch Eltern, Administratoren der Uni und Freunde. „Wir sehen das auch als kulturellen Austausch an und schauen uns die Gegend an“, so Däuber. Spannend Das Spiel beginnt. Die Bälle schmettern geradezu durch die Halle. Die Teams sind sich durchaus gegenseitig gewachsen. Volleyball-Regionalligaspielerin Sonja Friedmann hat ein gutes deutsches Team zusammengestellt, zu dem auch Spielerinnen der erfolgreichen Waldenburger Volleyballmannschaft SG Sportschule gehören. Das Spiel ist spannend -- auch für die Zuschauer. Lange Spielzüge bringen die Halle zum Kochen. Dass die Amerikanerinnen nun im Bergstädtchen spielen, ist einem Lehrer am Berufskolleg zu verdanken. „Wir haben Kontakt zu Jörg Palmer aufgenommen“, so Däuber. Die Zuschauer sind begeistert, klatschen im Takt. Auch die Schlachtenbummler aus den USA halten mit Anfeuerungsrufen nicht zurück. Ein Ball landet an der Decke. Der Schiedsrichter pfeift ab. College-Trainerin Deb Schulman will Einspruch einlegen. „In Deutschland ist es nur bei der Jugend so, dass Deckenkontakte nicht gepfiffen werden, wohl gilt das in den USA auch für das College-Volleyball“, erklärt Thomas Beißwenger, der die Anzeigentafel bedient. Zwei Sätze erringen die Waldenburger, zwei aber auch die Studentinnen. Das Spiel wird dramatisch. Beim Ballwechsel liegt immer wieder ein Team zwei Punkte vorne, dann holt das andere wieder auf. Einige der US-Spielerinnen haben gerade bei den Blocks und den Schmetterbällen durch ihre Körpergröße Vorteile. Da macht aber wieder Waldenburg einen Punkt. „Größe ist eben auch nicht alles“, urteilt ein Zuschauer. „Wabu, Wabu“, hallt es durch den Saal. Deb Schulman nimmt eine Auszeit. Sie macht ihren Studentinnen Mut, möchte nicht, dass sie jetzt ihre Nerven verlieren: „Let’s go.“ Die Zuschauer applaudieren und schreien sich die Seele aus dem Leib. Jubel 15 zu 14 steht es für das Waldenburger Sportschul-Team. Zittern. Doch das deutsche Team behält die Nerven, erkämpft den letzten Punkt unter den Jubelrufen des begeisterten Publikums. Trotz des Kampfes auf dem Spielfeld ist nach einem kurzen Freudentaumel dann aber der Handschlag mit den US-Gästen dran. Quelle: Stimme |
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| Aktualisiert ( Sonntag, den 06. März 2011 um 10:19 Uhr ) |

