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Für Volleyball-Star wurde Hohenlohe zur Heimat |
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Geschrieben von: Simone Schultz
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Samstag, den 26. März 2005 um 15:03 Uhr |
Geboren in Peking, ist Xiaojun Yang vor 15 Jahren nach Deutschland gekommen. Nach ihrer Volleyballkarriere hat sie nun bei EBM-Papst ihre neue Aufgabe gefunden.Ihr Alter möchte die jung wirkende Angestellte von EBM-Papst nicht verraten: "Ich bin ein erfahrener Mensch", umschreibt sie es.Die USA, Japan, Kanada, Italien und andere Länder: Xiaojun Yang kennt sie alle durch ihre Sportlerkarriere, und doch entschied sich die Volleyballerin vor 15 Jahren für Deutschland. "Als ich in Olympia zweimal Gold gewonnen hatte, da habe ich mich entschlossen, ins Ausland zu gehen, um Potenziale auszuschütten. Deutschland hat mir gut gefallen und ich war herzlich willkommen, weil ich dort sehr bekannt war."Als die deutschen Volleyballmannschaften hörten, dass sie für längere Zeit mitspielen wolle, kamen viele Anfragen. Drei Jahre spielte sie in der Volleyballbundesliga für Feuerbach und gewann drei Meisterschaftstitel. Ort des Geschehens war damals Stuttgart. Das Unternehmen EBM war es, das die begabte Sportlerin nach Mulfingen holte. "EBM ist ein sehr sportfreundliches Unternehmen und unterstützt vor allem die Jugendlichen im Sport." Die Firma war Hauptsponsor der Volleyballmannschaft TV Creglingen. Deren Vorstände wurden auf die 1,80 Meter große Sportlerin aufmerksam und sahen in ihr die geeignete Trainerin des Vereins. Als sie bei Xiaojun Yang anfragten, nutzte sie die Gelegenheit, nahm das Angebot an und fragte aufgrund ihres wirtschaftlichen Interesses nach, ob sie gleichzeitig eine Ausbildung bei EBM machen könnte."Man hat die Zukunft des chinesischen Marktes gesehen", begründet sie die damalige Entscheidung des Unternehmens. Nun arbeitet sie in der Exportabteilung für den asiatischen Markt mit Schwerpunkt China.Noch heute fragen viele Vereine die junge Chinesin, ob sie nicht Trainerin werden möchte, doch durch ihre Familie und ihren Beruf hat sie zu wenig Zeit dafür.Vor allem ihre Tochter Tabea ist ihr Lebensinhalt, "deshalb habe ich viel zu tun." Sollte sie dennoch etwas Muße haben, so spielt sie gerne Tennis, lese und lerne. Obwohl ihre Deutschkenntnisse als nahezu perfekt beschrieben werden können, ist sie mit großem Ehrgeiz unentwegt dabei, diese im Selbststudium auszubauen. Dass sie sich in Deutschland schon heimisch fühlt, zeigt sich auch an anderer Stelle. "Ich koche eher deutsch, weil meine Tochter gerne deutsche Speisen isst. Ich kann zwar nicht so gut kochen, aber das, was sie gerne mag, beherrsche ich noch." Was ihre Lieblingsspeise angeht, so sind sich Mutter und Tochter einig: "Linsen und Spätzle mit Saitenwürstle." Trotz der Gemeinsamkeit, betont Xiaojun Yang, dass Mutter und Tochter nicht immer den gleichen Weg gehen müssen. Ihre Tochter Tabea soll ihren eigenen Interessen nachgehen. "Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich in die chinesische Nationalmannschaft kommen. Als ich dort war, habe ich mir mit den Olympiasiegen meinen Traum erfüllt. Nun wünsche ich mir, dass meine Tochter gesund bleibt und den richtigen Weg geht. Während meines ganzen Lebens hatte ich immer ein Ziel vor Augen. Das habe ich immer erreicht."
Quelle: Stimme
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Aktualisiert ( Sonntag, den 06. März 2011 um 10:18 Uhr )
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